Gabionenzaun selber bauen - Sichtschutzzaun Aufbau und Kosten

Ein Gabionenzaun ist kostengünstig, vielseitig und lässt sich selbst recht schnell im Grundstück errichten. Neben dem Einsatz als Sichtschutzzaun dient der Gabionenzaun als ideale Begrenzung des Grundstücks. Grundsätzlich besteht der Gabionenzaun aus Drahtkörben und dem passenden Füllmaterial wie Gabionensteine, Glas oder auch Holz. Im eigenen Garten eingesetzt können Zaungabionen bepflanzt und gestaltet werden. Eine gute Qualität ist hierbei entscheidend für den erfolgreichen Aufbau des Zauns.

Die Qualität von Zaungabionen - das sollten Sie beachten

Gabionenzaun im GartenWer Zaungabionen selbst bauen möchte, sollte auf hochwertige Ausgangsmaterialien achten. Steinkörbe aus gedrilltem Draht bieten mehr Stabilität und verformen sich durch die Last der Steine nicht. Verzinkte Drähte sind witterungsresistent. Die Zinkschicht schützt das Metall vor Sauerstoff und damit vor dem Entstehen von Rost. Dies gilt besonders für Körbe, die feuerverzinkt sind. Hierbei werden die Drahtgeflechte nach einer nasschemischen Vorbehandlung in eine heiße Zinkschmelze getaucht. Infolgedessen bilden sich auf der Oberfläche der Körbe Überzüge verschieden zusammengesetzter Eisen-Zink-Schichten. Alternativ kommen Stahlkonstruktionen zum Einsatz, die mit einer sogenannten Galfanbeschichtung versehen sind. Hierbei handelt es sich um eine sehr robuste Beschichtung aus Zink und Aluminium. Neben der Zuverlässigkeit der Körbe selbst ist auch die Qualität des Füllmaterials für die Haltbarkeit der Gabionen entscheidend. Füllmaterial als Dolomit, Basalt, Granit oder Kalkstein gelten als sehr robust.

Als preisgünstigere Füllungen können aber auch Gneis oder Flusskiesel zum Einsatz kommen. Damit es nicht zu ungewolltem Verrutschen oder Absacken der Steine kommt, sollten die Steine eine Größe aufweisen, die mindestens das 1,5fache der Gittermaschenmaße misst. Besteht die Befüllung aus kleinen Teilen, dann kann der Drahtkorb mit Vlies oder Kokosmatten ausgelegt werden. Im Angebot befinden sich sowohl Stahlkörbe mit geradem Verlauf als auch gebogene Gabionen. Durch diese erhält der Zaun eine interessante Form und lässt sich an die Bedingungen im jeweiligen Garten optimal anpassen.

Vorarbeiten, Vermessung und Aufbau der Gabionen

Genauigkeit und Sorgfalt bei den Vorarbeiten zum Gabionenbau sind entscheidend für die spätere Stabilität der Konstruktion. In einem ersten Arbeitsschritt überlegen Sie sich, welche Maße der Gabionenzaun oder die Wand aufweisen soll. Hierbei spielen der verfügbare Platz, aber auch gestalterische Aspekte eine Rolle. Möchten Sie in die betreffende Fläche beispielsweise ausschließlich Gabionen setzen oder noch weitere Elemente verwenden? Bei der Planung kann eine Skizze des Areals helfen, den Überblick über alle Gestaltungselemente zu behalten und Abstände sowie Relationen richtig einzuschätzen.

Messen Sie die Fläche des Zaunes aus - in der Breite, Höhe sowie Tiefe. Fertigen Sie dazu eine präzise Skizze mit den Ausmaßen an und berechnen Sie die benötigte Anzahl der Drahtkörbe sowie Steinmenge. Beachten Sie dabei, ob ein durchgehender Zaun entstehen soll oder eine Mischung aus einzelnen Gabionen und Holzzaun sowie Auflockerungen mit Büschen oder Sträuchern geplant ist. Wenn Sie die Maße für die Gabionen wissen und abschätzen können, wie lang der Zaun werden soll, können Sie die Steinkörbe bestellen. Zusätzlich ist häufig eine Untergrundbefestigung notwendig.

Gabionen Zaun - idealer Sichtschutz

Kleine Gabionenzäune, die eine Breite von 30 cm besitzen, benötigen keine Verstärkungen, sondern lediglich eine ebene Bodenfläche. Diese kann mit alten Gartenfliesen hergestellt werden. Sind die Gabionen höher als 100 cm oder schmaler als 30 cm, dann ist ein richtiges Fundament wichtig. Bewährt hat sich ein Fundament aus Schotter, da dieses ein Einsinken der gefüllten Gabionen verhindert. Der Schotter sollte mit einer Tiefe von ca. 30 cm in den Boden eingegraben werden. Zusätzlich können Sie Pfähle in den Boden schlagen und die Drahtkörbe über diese stülpen. Diese Form der Befestigungn eignet sich jedoch nicht für Hanglagen, denn hier besteht die Gefahr, dass die Pfähle bei Starkregen unterspült werden.

Alternativ können am Hang Beton oder Bauschutt als Fundament zum Einsatz kommen. In diesem Fall ist das Anlegen eines Streifenfundaments sinnvoll. Hierbei wird das Fundament als Streifen gegossen. Möchten Sie Gabionen bauen, die über einen Meter hoch sind, dann nutzen Sie in jedem Fall Gerüstrohre oder Holzpfähle, um die Wand zu stabilisieren. Bei einem Untergrund aus Beton können die Pfähle gleich in die Rohmasse eingesetzt werden. Für eine Höhe von 100 cm sollte das Streifenfundament ca. 30 cm in der Breite und 55 cm in der Tiefe messen. Entsteht eine Mauer von 150 cm, dann sollte das Fundament mindestens 35 cm breit sein und 70 cm tief. Ab einer Höhe von 200 cm sollte die Fundamentbreite 45 cm und die Tiefe der Stützen 90 cm betragen.


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Den Gabionenzaun selber bauen - so gelingt es

Aufbau eines GabionenzaunsSoll ein Gabionen-Zaun als Grundstücksbegrenzung verwendet werden, klären Sie beim zuständigen Bauamt, ob diese Zaungabionen nach den örtlichen Vorschriften möglich sind und welche Bestimmungen hierbei zu beachten sind. Bevor Sie die Mauer errichten, legen Sie alle benötigten Teile bereit. Errichten Sie je nach Höhe und Breite der Gabionen ein Fundament und bringen Sie die Stützpfähle in dieses ein. Darauf befestigen Sie die einzelnen Körbe. Um diese miteinander zu verbinden, finden Sie verschiedene Gabioneneinzelteile, etwa Spiralen aus unserem Shop. Diese verbinden an jeder Kante jeweils zwei Gabionengitter. Ebenso sind einfache Verbindungselemente, wie Ringe, Bindedraht oder Distanzhalter erhältlich. Die Distanzhalter oder Spannanker sorgen dafür, dass die Körbe im Gabionen-Zaun beim Einfüllen der Steine nicht ausbeulen. Stehen die Gabionen am richtigen Fleck und sind sie zu einer Mauer verbunden, gilt es diese zu befüllen.

Schütten Sie die Steine beispielsweise mit einem Eimer in die Körbe. Große Steine können Sie auch von Hand einfüllen. Runde Steine lassen sich besser schütten und flache Steine werden besser von Hand eingeschlichtet. Möchten Sie Distanzhalter und Spannhaken zur Stabilisierung der Wand verwenden, dann beginnen Sie damit, wenn ca. ein Drittel der Füllung eingebracht ist. Danach bringen Sie noch kleine Steine ein und schließen nach der Gabionenfüllung die obere Abdeckung der Elemente im Gabionen-Zaun.

Montageanleitung für Zaungabionen - der Aufbau erklärt

Möchten Sie Zaungabionen montieren, dann sollten Sie ein stabiles Fundament errichten. Für einen 1,5 m hohen Gabionenzaun heben Sie ca. 30 cm Erdreich aus. Füllen Sie den entstandenen Graben mit 20 cm Schotter, der anschließend mit einer Rüttelplatte verdichtet werden sollte. Optimal ist es, die oberen 10 cm mit Beton zu verfüllen, sodass ein Streifenfundament entsteht. In dieses bringen Sie die Stahlpfosten mit einer Tiefe von mindestens 60 cm ein. Stülpen Sie das Bodengitter der Gabione über die Pfosten und verbinden Sie den Gabionenboden mit den Seitenwänden, etwa unter Zuhilfenahme der Spiralstäbe.

Schieben Sie die Distanzhalter über die Pfosten, um die Drahtkörbe zu stabilisieren. Zwischen zwei Säulen können Sie im Gabionenkorb eine Trennwand einsetzen und das zusätzliche Gitter mit einem Distanzhalter befestigen sowie durch Eindrehen einer senkrechten Spirale fixieren. Um zu verhindern, dass die Frontgitter durch das Befüllen nach vorn ausbeulen, schaffen Sie eine Hilfsschalung. Befestigen Sie dazu Kanthölzer an der Längsseite der Gabione auf Höhe der eingebrachten Distanzhalter. Befüllen Sie nun die Körbe mit geeigneten Steinen.

Vermeiden Sie Hohlräume und verwenden Sie keine Steine, die kleiner als die Manschettenweite sind bzw. setzen Sie in diesem Fall Vlies und Kokosmatten ein. Durch das Einbringen einer Ausgleichsschicht aus kleinem Steinmaterial zwischen den Lagen verhindern Sie Setzungen. Abschließend werden die Deckel der Gabionen verschlossen und mit Spiralen fixiert.

Befüllung der Metallkörbe - so wird der Steinkorb gefüllt

Richtige Befüllung von GabionenIst das Aufstellen der Gabionenkörbe abgeschlossen, können Steine eingefüllt werden. Geeignete Sorten sind Kiesel, Andesit, Basalt, Granit, Flusskiesel, Lavasteine, Rhyolith, Marmor oder Glasbrocken. Ideal ist es, wenn die Korngröße die Breite der Maschen um mindestens 6 cm übersteigt. Die Menge der benötigten Steine errechnen Sie nach der Formel Länge x Höhe x Tiefe (in Meter) x 1600. So erhalten Sie die Bestellmenge der Steine in Kilogramm. Soll die Gabione an einem Hang stehen und somit über eine nicht sichtbare Seite verfügen, können Sie eine Hinterfüllung aus günstigem Schotter einfüllen und die Natursteine nur im sichtbaren Teil im Gabionen-Zaun drappieren. Für das Befüllen benötigen Sie eine Schaltung, die aus Holzlatten oder -balken bestehen kann. Binden Sie diese mit Kabelbindern an der Gabione fest - beginnend im unteren Teil. Eine sehr harmonische Optik resultiert, wenn Sie die Steine per Hand einfüllen. Ab einer Höhe von 2,50 m sind Distanzhalter unerlässlich. Hierbei werden die Seitenteile mit Hilfe von Spannankern mit den äußeren Wänden verbunden. Interessante Effekte entstehen, wenn Sie zwischen den Steinen wetterfeste Beleuchtungseinheiten einfügen. Ist eine Bepflanzung geplant, dann nutzen Sie Pflanztaschen, um den nötigen Platz zu schaffen.

Mit dem Fortschritt der Steinfüllung wandern die Holzlatten schrittweise höher, um jeweils dort Halt zu gaben, wo Sie Steine einfüllen. Schließlich sind die stabilisierenden Pfosten im Inneren von Steinen umgeben und daher nicht mehr sichtbar. Die Holzlatten können Sie entfernen, wenn die Gabionen zu zwei Dritteln gefüllt sind.

Sichtschutzzaun - Gabionen als Sichtschutz

Gabionen können als Sichtschutzzaun verwendet werden, wenn Sie private Bereiche, wie eine Terrasse, vor ungebetenen Blicken schützen möchten. Ebenso können Sie Treppen oder Container, Regenwasserbehälter und sogar Komposthaufen mit einem solchen Sichtschutz versehen, sodass von außen nur die Gabionen erkennbar sind, nicht aber, was sich dahinter verbirgt. Gabionen als Sichtschutzzaun besitzen zudem den Vorteil, dass sie schallisolierend wirken. Die Steine reflektieren die Schallwellen auf verschiedene Weise, sodass sich der Schall überlagert und dadurch abschwächt. Häufig kommen hier vor allem hohe und schmale Gabionen zum Einsatz, was ein Fundament mit Stützpfählen unerlässlich für den Sichtschutzzaun macht.


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Kosten - die Preise für einen Gabionenzaun

Die Preise für Gabionen, einen Gabionenzaun oder Sichtschutzzaun sind unterschiedlich - je nachdem, für welche Größen, Gitterstärken oder Formen Sie sich bei einem Gabionen-Zaun entscheiden. Mit Hilfe unseres Konfigurators können Sie den Preis der Wunsch-Gabione leicht ermitteln, indem Sie Länge, Höhe und Maschenweite für sich festlegen. Grundsätzlich gilt, dass die Preise mit der Korbgröße steigen, aber nicht im gleichen Verhältnis mit den Wandmetern. Die Füllmaterialien unterscheiden sich preislich sehr nach Art des Gesteins. Grauwacke ist vergleichsweise günstig, ebenso Basalt. Die günstigste Variante ist Schotter, der mit verschiedenen Körnungen angeboten wird. Granit und Lava sind preisintensiver, ebenso Terracotta oder Porphyr. Im mittleren Preissegment liegen Zierkies und Kalkstein für die Zaungabionen. Für die Lieferung fallen zusätzliche Kosten an. Dennoch ist es einfacher, die Gabionen und Steine für den Gabionen-Zaun liefern zu lassen, denn das Transport großer Mengen Steine ist sehr aufwändig und würde das Zuladegewicht der meisten PKW übersteigen. Der Speditions-Versand ist hier die einfacherer Alternative.

Steckbrief - Was sind Gabionen?

Gabionenzaun im GartenGabionen (italienisch gabbione - großer Käfig), auch Mauersteinkörbe, Schüttkörbe oder Drahtschotterkasten genannt, sind befüllbare Drahtboxen, die zur Gartengestaltung verwendet werden können. Ihren Ursprung haben die Körbe im Mittelalter. Sie waren zur damaligen Zeit aus Weiden geflochten und dienten dem Militär als Schutzwall und zum Verschanzen. Heute hingegen sind Gabionen als preiswerte Alternative zu Mauern oder Hangbefestigungen geschätzt und kommen im Gartenbau sowie der Landschaftsarchitektur zum Einsatz. Sie dienen als Wall, Sichtschutzzaun oder Lärmschutz, Mauer, Hochbeet, Hangbefestigung oder zur Aufnahme eines horizontalen Erddruckes. Wer Gabionen zur Gestaltung einer Gartenfläche verwenden möchte, hat die Wahl zwischen verschiedenen Drahtdurchmessern, Breiten und Größen sowie Modelle mit unterschiedlicher Maschenweite. Weit verbreitet sind Größen zwischen 0,25 und 4 Kubikmetern. Ist der Drahtkorb verzinkt, dann bleibt er trotz Wettereinflüssen und Feuchtigkeit resistent und behält seine Stabilität über mehrere Jahrzehnte hinweg. Sie platzieren die Körbe der Gabionen wie gewünscht und befüllen diese dann mit Steinen.

Als Befüllung kommen verschiedene Steine zum Einsatz, etwa Basalt und Dolomit, Kalkstein oder Granit. Soll eine Mauer entstehen, dann kombinieren Sie mehrere Körbe mit Verbundelementen. Sehr schmale sowie hohe Gabionen können Sie mit Säulen stabilisieren und verstärken. Die Körbe stellen eine moderne Form der Trockenmauer dar und wirken schallisolierend. Insekten bieten sie einen wertvollen Lebensraum und speichern durch die sich langsam erwärmenden Steinfüllungen Sonnenwärme für einen lauen Abend. Gärtner können ihre Gabionen dekorativ bepflanzen oder mit anderen Elementen kombinieren.